Es geht los…es wird gegessen…unser Beikostweg

IMG_8944Als ich das erste mal von BLW-Baby-Led-Weaning gehört habe, habe ich angefangen, mich mit dem Thema Beikost zu beschäftigen…ich dachte mir „achso da gibt’s auch andere Wege“ und mir gefiel dieses „System“ sehr gut.
Ich will euch nun hier ein bisschen darüber berichten, da auch ich im Internet ständig auf der Suche bin, wie es anderen Mamis dabei geht. Ich möchte euch hier aber nicht die „Regeln“ und die „Theorie“ von BLW erklären, sondern einfach ein bisschen unseren Alltag schildern, mit was haben wir angefangen, was kommt gut an, was garnicht…

Ich wollte immer länger als nur 6 Monate stillen, ich sah keinen Grund damit aufzuhören und das ist natürlich die Grundvoraussetzung fürs BLW – Stillen bleibt weiterhin die Hauptnahrung – aber es sagt ja auch der Name BEI-Kost – ich denke viele  versuchen gleich, daraus Hauptmahlzeiten zu machen. BLW ist ein wirklich langsamer, sanfter Weg – Essen näher zu bringen, immerhin dürften wir nicht vergessen, diese Kleinen Zwerge kennen ja nichts anderes als Milch, für die ist alles Neu, jeder Geruch, jeder Geschmack, jede Form, ja sogar der Löffel ist Neu.

Die besten Bücher um sich auf den BLW-Weg vorzubereiten sind folgende:
Baby-Led-Weaning – Das Grundlagenbuch: Der stressfreie Beikostweg
Einmal breifrei, bitte! Die etwas andere Beikost
Mir haben diese Bücher sehr geholfen und ich nehme sie jeden Tag wieder in die Hand.

Ebenfalls habe ich mir einen Dampfgarer von Silit gegönnt – damit wir das Obst und Gemüse im Nu, schonend zubereiten können und all die wichtigen Vitamine im Essen bleibt, bin restlos begeistert von diesem Topf.

und eine abwaschbare Tischdecke hatte ich noch zuhause – ist zwar hässlich dieses Blau-Weiß-gestreifte Teil, aber sonst hätten wir unseren schönen Holztisch schon verabschieden können, bin nun drauf gekommen wie hartnäckig Bananen und Karottenflecken sind..irgendeine Idee für schönen Tischbezug?

Mein Stichtag – war ihr Halb-Jahres-Geburtstag! 6 Monate! Wobei ich zugeben muß, 4 Tage vor ihrem großen Tag, war sie soooo quengelig und launisch, das ich ihr einfach mal einen Apfel zum probieren gab, und das hat geholfen! Sie lutsche ein bisschen herum und war dann wieder gutgelaunt :-)
Die nächsten Tage gab ich ihr nichts, ich wollte einfach diese 6 Monate abwarten, das hab ich mir in den Kopf gesetzt und wollte das so durchziehen :-)

Hier nun unser Tagebuch
Für dich mein kleiner Gourmet

04. November 2014 – 6 Monate

Du bist heute ein halbes Jahr alt, ich kann´s nicht fassen, ein Tränchen kullerte schon herunter…mir geht das viel zu schnell, auch wenn ich mich auf diesen Tag schon sehr lange freue, wünsche ich mir nun gerade doch die Zeit anzuhalten. Heute beginnt dein Beikost-Weg – wenn du nun alles so toll und mit so einer Begeisterung isst wie du an meiner Brust trinkst, dann wird aus dir echt ein kleiner Gourmet! Ich freue mich auf dieses spannende Kapitel mit dir und so nehme dich auf den Schoss und gebe dir zum Frühstück ein Stückchen Birne, du nimmst sie auch gleich in die Hand, lutscht daran schaust mich etwas komisch an, aber machst weiter.
Mittags, geb ich dir ein Stückchen Apfel, du hast wieder daran gelutscht aber diesmal mehr damit gespielt.
Am Abend gibt’s gedünstete Karotte, schwub hast du sie schon in der Hand und im Mund – ich hab ziemlich Angst das du ein Stückchen abbrichst und dich dabei verschluckst, aber es passiert nichts.

Die nächsten 2 Wochen, geb ich dir fast immer Vormittags, Mittags und Abends etwas zum Essen, gedünstetes Gemüse und Obst, wir haben folgendes probiert, Äpfel, Birnen, Bananen, Karotten, Kartoffeln, Gurken, Avocado, Brokkoli, Kürbis.

Es gab Tage, da hast du eine Mahlzeit nicht mal angerührt, und dann gabs Tage da konntest du es nicht abwarten bis ich dir das Lätzchen angezogen habe.
Gurke und Banane ist unser absoluter Liebling und Brokkoli hast du im hohen Bogen vom Tisch gefegt, du hast ihn nicht mal probiert!

Ich habe dir in der 2. Woche mal einen Obst-Brei versucht zu geben, du hast das gleich komische Gesicht gemacht, wie sonst auch, und du wolltest ständig den Löffel schnappen, daher mußte ich dir fast die Hände festhalten – was mir garnicht gefallen hat – somit wußte ich nein das ist nicht unsere Methode.
Ich hab es dann nochmals versucht mit Brei, du hast diesmal den Löffel selber gehalten und ihn in den Mund gesteckt, yamm es gab nämlich viel zu weich gekochten Kürbis. hihi.

3. Woche, ich geb dir das erstmal ein Stückchen Brotrinde – na das du es mir nicht gerade aus der Hand gerissen hast, ist alles, es wird gelutscht, gekaut, gelutscht…es schmeckt dir.

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Fazit knapp 3 Wochen Beikost – ich bin erstaunt wie toll es funktioniert, du hast dich noch nicht verschluckt, also nicht so das ich mir dachte – hiiiiillfffee…ich habe gelernt dir zu vertrauen, du schiebst das was du nicht magst aus dem Mund raus, und das andere wandert in deinen Magen – das weiß ich so genau, weil ich es wieder in deiner Windel entdecke – haha…Gurke bleibt derzeit dein Favourite, ist verständlich, sie ist kalt und nass und deine Zähnchen machen dir derzeit ganz schön zu schaffen. Ich bin sehr stolz auf dich mit welcher Liebe und Begeisterung du an das Essen ran gehst. ich freue mich auf die nächsten Wochen.

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